Einspeisevergütung 2025: Aktuelle Sätze und Zukunftstrends

Wir geben einen klaren, praxisnahen Überblick zur Einspeisevergütung und zeigen, wie sich feste Einnahmen pro Kilowattstunde über 20 Jahre rechnen. Die neuen Sätze ab 2025 und die wieder eingeführte Degression beeinflussen maßgeblich Ihre Renditeerwartung.
Kernergebnisse
- Feste Vergütung sichert planbare Einnahmen über 20 Jahre.
- Sätze unterscheiden sich nach installierter Leistung (kWp) und Einspeiseart.
- Degression und Börsenpreise sorgen für dynamische Anpassungen.
- Intelligente Messsysteme (Smart Meter) werden für die Steuerung zentral.
- Eigenverbrauch bleibt der stärkste Hebel für die Wirtschaftlichkeit.
EEG-Grundlagen: Gesetzlicher Rahmen
Wer Solarstrom ins öffentliche Netz liefert, erhält nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) über 20 Jahre einen festen Cent-Betrag pro kWh. Diese gesetzliche Garantie schafft die Basis für eine sichere Investitionsplanung.
Voraussetzungen für die Auszahlung
Um die Vergütung zu erhalten, sind drei Schritte unerlässlich: Der Antrag beim Netzbetreiber, die Registrierung im Marktstammdatenregister und die Installation eines Zweirichtungszählers.
Die Vergütungssätze 2025 im Detail
Die Höhe der Vergütung richtet sich nach dem Zeitpunkt der Inbetriebnahme. Hier finden Sie die aktuellen Sätze für Inbetriebnahmen zwischen dem 1. Februar und 31. Juli 2025.
| Anlagengröße | Teileinspeisung (Überschuss) | Volleinspeisung |
|---|---|---|
| bis 10 kWp | 7,94 ct/kWh | 12,60 ct/kWh |
| 10 bis 40 kWp | 6,88 ct/kWh | 10,56 ct/kWh |
| 40 bis 100 kWp | 5,62 ct/kWh | 10,56 ct/kWh |

Neue Regeln: Degression und Drosselung
Die Degression reduziert die Vergütungssätze alle sechs Monate um 1 %. Das bedeutet: Je früher die Anlage ans Netz geht, desto höher ist die gesicherte Vergütung über die gesamte Laufzeit.
Besonderes Augenmerk gilt den negativen Börsenstrompreisen: Bei länger anhaltenden negativen Preisen erhalten neue Anlagen temporär keine Vergütung. Diese Zeiten werden jedoch am Ende der 20-jährigen Laufzeit angehängt.
Fazit
Auch wenn die Einspeisevergütung sinkt, bleibt sie ein wichtiger Baustein für die Kalkulation Ihrer Solaranlage. In Kombination mit einem hohen Eigenverbrauch (durch Speicher oder Wärmepumpe) bezahlt sich Ihre Anlage in der Regel nach 10 bis 14 Jahren von selbst.